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Travel Update: Unser Leben in 2,5 Monaten in Asien

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Huch, ich hänge ein wenig hinterher mit meinem Travel-Update, denn das zweite sollte schon längst online gegangen sein.
Nun geht es aber in die nächste Runde, denn wir leben schon über zwei Monate hier in Asien und darüber, was alles so passiert, möchte ich euch natürlich auf dem Laufenden halten. Los geht’s!

travelblogger-bali

Getan:
1. Das Highlight der letzten sechs Wochen war definitiv unser Trip nach Borneo, im Speziellen Lankayan Island. Hier könnt ihr euch nochmal die volle Dröhnung Trauminsel-Feeling holen ;).
2. Zu wenig Sport!!! Erst Borneo, dann fast eine Woche krank und „Freizeitstress“ ließen uns nicht so oft wie sonst ins Gym gehen. Nichts desto trotz sind meine Hula Hoop-Fähigkeiten mittlerweile ziemlich gut und ich balanciere einen Zweierreifen nun schon locker 20 Minuten ohne abzusetzen, yay!
3. Wir sind SCHON WIEDER umgezogen! In den ersten drei Wochen hatten wir ein Apartment in Legian, sind dann in eine Villa nach Kerobokan umgezogen und nun haben wir mal wieder unsere sieben Sachen gepackt und sich nach Canggu gezogen. Der Vermieter unserer ersten Villa war ein Depp und es war Einiges nicht so wie bei airbnb beschrieben. Nun sind wir zwar etwas weiter ab vom Schuss und leben ländlich neben Reisfeldern, aber die Villa ist einfach toll und wir fühlen uns viel wohler.
4. Und ich habe mich tierisch gefreut, dass unsere lieben Freunde Sarah & Chris endlich zu uns nach Bali gekommen sind und sogar mit in unserer Villa wohnen <3. Geliebt:
1. Wir haben gestern Abend durch Zufall einen fast unberührten Strand entdeckt, was für das sehr touristische süd-westliche Bali eigentlich fast an ein Wunder grenzt. Wir sind mit unseren Rollern zum Pantai Seseh gefahren und von dort aus Richtung Norden am Strand spaziert. Dort gab es nur Locals und somit eine touristenfreie Zone! Der Strand ist zum Baden nicht geeignet, da Brandung und Strömung ziemlich ungemütlich sind, aber gerade zur Abenddämmerung und beim Sonnenuntergang ist es dort einfach wunderschön! Der Sand ist grau-schwarz, also vulkanischem Ursprungs. Neben dem breiten Sandstrand reihen sich hohe Kokospalmen und ab und an steht dort ein balinesischer Fischer und versucht sein Glück. Das hatte einfach eine tolle Stimmung und ist für mich definitiv ein Abend-Strandspaziergangs-Geheimtipp.
2. Das komplette Gegenteil von dieser Idylle ist Seminyak, im Speziellen rund um die Oberoy Street. Dort ist es sehr touristisch, aber viel viel viel schöner als Kuta oder Legian. In Seminyak reiht sich ein stylishes Restaurant neben das nächste, eine Bar ist cooler als die andere und viele Boutiquen laden zum shoppen ein. Ihr müsst unbedingt am Abend die Oberoy Street entlang gehen, denn dann sind die ganzen tollen Restaurants und Bars schön beleuchtet und sehen noch grandioser aus. Im Restaurant „Rumours“ kann man ein perfekt gegrilltes Rinderfilet essen, zu einem richtig guten Preis (200g Filet mit Beilage für etwa 7EUR).
3. All das ist schön, aber wie bereits schon drei Millionen Mal erwähnt: am allerschönsten war das Meer run um Lankayan, this was love <3! Gegessen:
Dadurch, dass Restaurants hier viel günstiger sind als in Deutschland, gehen wir sehr oft auswärts essen. Neben dem guten Rinderfilet haben wir letztens im „naughty nuris Warung“, zwischen Kerobokan und Seminyak, ein unfassbar leckeres Thunfischsteak vom Grill gegessen. Dieses war in Sashimi-Qualität und dementsprechend haben wir es uns schön medium-rare bestellt – es war göttlich!
Durch diese internationale Küchenvielfalt sind wir auch noch nicht in die Bredouille gekommen, indonesisches Gerichte nicht mehr sehen zu können. Ein gut gemachtes Nasi Goreng (das ist gar nicht mit dem Tiefkühlgericht aus Deutschland zu vergleichen) oder mein geliebtes Chicken Satey gehen immer und sind günstig.

sunset-baliSarah und ich am Pantai Seseh

Gelernt:
1. Wieder ein paar mehr Worte Bahasa (indonesisch), aber wir sind leider immernoch weit davon entfernt uns so richtig zu verständigen :(.
2. Gelernt, wie es sich anfühlt, wenn man ein „Ausländer“ ist. Und dies sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Wir wohnen seit acht Jahren in Hamburg und dort leben Menschen aus allen Kulturen zusammen und niemand wird angestarrt, wenn er eine andere Hautfarbe hat (zumindest meistens, ein paar wenige Faschisten gibt es ja leider überall…). Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin die letzte, die in irgendeiner Form rassistisch ist und bin allem gegenüber offen und interessiert. So auch hier, man lächelt die Einheimischen an, grüßt nett und möchte ebenso nett behandelt werden. Nun kommt es aber ab und zu (zum Glück selten) vor, dass wir als Weiße bei einigen Asiaten nicht so beliebt sind. Ich wurde zum Beispiel schon mal von einem kleinen Mädchen mit ihrem Holzkochlöffel angefeindet und „bedroht“, weil ich sie angelächelt habe. In dem selben Moment hat die Mutter des Mädchens meinen Liebsten angekeift, einfach so. Weil wir anders sind, weil wir die blöden Touristen sind. Auch wurde schon öfter versucht uns übers Ohr zu hauen. Miese Tricks und Betrügereien, um an unser Geld zu kommen. Natürlich verdienen wir mehr Geld als der normale Indonesier, was aber nicht heißt, dass man unfreundlich zu uns ist und uns versucht zu verarschen. Anders herum ist es aber auch total schön, wie herzlich die Menschen in abgelegenen Regionen reagieren, wenn sie einem Westler begegnen. Sie grüßen freundlich, sind sehr hilfsbereit und vor allem die Kinder sind interessiert an dir. In Sandakan, Borneo, lief eine Schar Kinder auf uns zu, lachend, feixend und jeder wollte mit uns high five abklatschen. Man rennt in Touristen-abgelegenen Regionen zwar rum wie ein bunter Hund, aber es sind dort alle offen und sehr freundlich zu uns. Die blöden, Touristen-feindlichen Situationen passieren eigentlich nur in touristischen Gegenden, in denen die Einheimischen wahrscheinlich einfach die Nase voll von den Weißen haben, was ich auch verstehen kann, denn viele benehmen sich auch einfach daneben. Trotzdem ist es das alte Problem: man wird mit den anderen Idioten über einen Kamm geschert und schon ist man der blöde Westler. Und so weiß man, wie es sich wohl als Migrant in Deutschland hier und da mal anfühlt, wenn einige Deutsche die Migranten alle über einen Kamm scheren und diese persé für dumm und allgemeingefählrich handeln. Ich als „Ausländer“ hier in Asien weiß nun auch wie sich das anfühlt und kann auf diese Erfahrungen gerne verzichten.

pantai-seseh-bali

Geärgert:
Über die lausige Internetverbindung hier und eben über die Betrugsversuche uns…

Vermisst:
Eigentlich haben wir hier alles was wir brauchen, aber meinen Magerquark vermisse ich immernoch schmerzlich.

This post is also available in Englisch

Frollein Julia is a young lady from Hamburg, Germany. Her profession is being a teacher, but despite this she is a travel-addict.

2 Comments

  1. Martin

    2014/05/12 at 22:03

    Oha..na das hätte ich von dem Völkchen aber nicht gedacht..eigentlich werden die Menschen immer als herzlich und offen beschrieben…bin gespannt was für Eindrücke ich sammeln werde!!

  2. Julia

    2014/05/13 at 03:36

    @Martin: das sind auch herzliche Menschen hier! Es gibt aber hier und da Ausnahmen.
    Freuen uns auf dich!

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