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Sri Lanka Strandtour: Von Hikkaduwa nach Mirissa

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Nach so vielen Reisen in tropische Gefilde würde ich uns schon fast als professionelle Beachhunter bezeichnen :-) . Immer auf der Suche nach feinem Sand, klarem, türkisen Meer und Palmen mit Kokosnüssen. Das entspricht so ziemlich unserem Ideal, das wir bei jeder unserer Reisen entdecken wollen. Und auch auf Sri Lanka haben wir einen so tollen Strand gefunden! Das war nicht ganz so einfach, aber auf einen tollen Urlaub können wir auf jeden Fall zurückschauen.
Freut euch also jetzt auf eine geballte Ladung Strand- und Urlaubsfeeling, wenn wir hier heute mit dem ersten Teil des Sri Lanka Urlaubs starten, nämlich mit der Tour entlang der Westküste, von Hikkaduwa nach Mirissa. DEN Traumstrand gibt es allerdings erst im nächsten Post, ihr müsst euch also noch ein wenig gedulden 😉 .

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1. Beachin‘ in Hikkaduwa

Nach der Landung in Colombo wurden wir direkt von unserem Fahrer abgeholt. Wir haben ihn ganz einfach über unsere erste Unterkunft gebucht. Die Autofahrt von Colombo nach Hikkaduwa hat etwa zwei Stunden gedauert und verlief reibungslos (was im Straßenverkehr Sri Lankas nicht selbstverständlich ist).
Der Ort Hikkaduwa ist sehr überschaubar, bietet aber einige nette Restaurants. Dreh-und Angelpunkt ist eindeutig der Strand! An einigen Stellen sehr breit, an anderen eher schmal, bietet er mit vielen Palmen teilweise ein noch ursprüngliches Bild, denn die flachgebauten Unterkünfte verstecken sich hinter Palmen. Ein paar Spots eignen sich hervorragend zum Surfen, allerdings sind wir in dem Ort noch nicht aufs Board gestiegen.
Am Abend errichten viele Restaurants zahlreiche Plätze am Strand, denn Seafood BBQ ist auf Sri Lanka überaus beliebt. Für uns ist es Urlaubsfeeling pur, wenn man im letzten Tageslicht bei frischgegrilltem Fisch am Strand sitzt und die Füße im noch warmen Sand stecken… .

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Dorfbewohner kaufen frischen Fisch am Strand Hikkaduwas

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2. Unawatuna – unser Yogaspot

Als wir an Tag drei unsere nächste Destination Unawatuna erreichten, waren wir vom dortigen Strand eher wenig angetan. Wenn man sich bei Google Bilder von Unawatuna anschaut, dann sieht man das „alte Unawatuna“ mit einem richtig hübschen Strand. Diese Schönheit entpuppte sich allerdings als Wolf im Schafspelz, denn an einigen Stellen verschluckte das Meer ganze Teile der Küste, so dass kein Strand mehr da war. Um der Erosion entgegenzuwirken, beschloss die Regierung tonnenweise Strandsand von Colombo nach Unawatuna zu schippern, um ihn dort zur Strandvergrößerung abzuladen. Der Strand ist nun wieder recht breit, aber er hat dadurch auch an Charme verloren. Der Weg ins Wasser verläuft sehr steil (es ist also sofort recht tief).
Ein schönerer Strand, Jungle Beach, ist aber in der Nähe. Wir sind mit einem Motorroller ca. 20 Minuten durch hügeliges Gelände gefahren, um zu dieser kleinen Bucht zu gelangen. Es könnte dort am Jungle Beach richtig richtig schön sein, wenn nicht überall so viel Müll rumläge… .

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Jungle Beach Unawatuna

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Sonnenuntergang in Unawatuna

Der Ort selbst ist deutlich größer und touristischer als Hikkaduwa, bietet aber auch tolle Gastronomie. Ein stylisches Restaurant inmitten eines tropischen Gartens ist das Bedspace, welches wir absolut empfehlen (probiert das Pork Rib Sub – so yummy!). Ein tolles Strandrestaurant ist das Black and White (die Jumbo Prawns waren der Knaller). Richtig hübsch und lecker ist es im Café Sunil Garden Café.

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Das Pork Belly Sub im Bed Space

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Jumbo Prawns im Black & White Restaurant

Großes Highlight unserer Zeit in Unawatuna war der morgendliche Yoga-Kurs. Wir beide sind absolute Yoga-Anfänger und wollten es mal probieren, denn durch die Nähe zu Indien gibt es auf Sri Lanka echte Yoga-Profis. Unser Yogi hieß Ranga und machte es ganz großartig! Unter einem Pavillon in einem tropischen Garten (wir hatten Äffchen als Zuschauer) dehnten und streckten wir uns drei Tage lang jeden Morgen für jeweils 1,5 Stunden. Ich hatte überall Muskelkater! Das Spannende aber ist, dass wir von Tag zu Tag die Übungen/ Positionen besser ausführen konnten, bis sogar der Kopfstand richtig ging. Faszinierend!

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3. Durch die Altstadt von Galle schlendern

Von Unawatuna aus haben wir uns ein Tuk Tuk genommen und sind einen Tag in das benachbarte Galle gefahren. Dort gibt es eine hübsche Altstadt, die einen Besuch wert ist. Auf den Spuren holländischer Kolonialzeiten schlenderten wir entlang der Wallanlagen, zum berühmten Leuchtturm und durch die netten Straßen.

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Die Wallanlagen in Galles Altstadt

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Auf dem Weg zum Leuchtturm begegneten uns fröhliche Schulkinder

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4. Mirissa – ein absoluter Tipp!

Eigentlich waren wir bei unserem nächsten Stopp im Ort Weligama untergebracht. Dieser hat uns aber nicht so gut gefallen, also fuhren wir von dort aus mit dem Tuk Tuk immer rüber nach Mirissa (das sind nur etwa 4km). Kurz zu Weligama: Im Vorhinein haben unsere Recherchen ergeben, dass dies ein toller Surfstrand sein soll. Und da mein lieber Ehemann in diesem Urlaub ordentlich surfen wollte, entschieden wir uns für Weligama. Die Wellen dort sind perfekt für Anfänger (White Water Pirates) wie mich. Aber für Markus, der an irgendwelchen Moves arbeiten wollte, war die Welle dort nichts.
Absolut zu empfehlen ist aber der kleine lokale Fischmarkt in Weligama, bei dem man für unglaublich wenig Geld seinen Fisch aussucht, grillen lässt und am Strand genießt. Dort hatten wir den besten Fisch und das tollste Gemüse!

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Mirissa Beach

Nun aber zu Mirissa und dem hübschen Strand! Das Meer strahlte dort in einem kräftigen Türkis und die Wellen waren auch teilweise nicht sooo hoch, dass man gut baden konnte. Der Anblick des palmengesäumten Strandes mit der kleinen vorgelagerten Insel ist paradiesisch. Der andere, kleinere Strand daneben ist perfekt für Surfer.
Mirissa Beach ist ein zauberhaftes Fleckchen Erde und ein Must See auf Sri Lanka.

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5. Ein klares NEIN zum Whale Watching

Wir sind ganz verrückt danach wilde Tiere in ihrem natürlichen Habitat zu beobachten. Daher stand nach unserer Safari in Tansania im Oktober 2015 nun Whale Watching vor den Küsten Sri Lankas auf dem Plan. Dort schwimmt nämlich das größte Säugetier dieser Erde, der Blauwal. Diesen wollten wir unbedingt sehen. Also buchten wir über unser Guest House in Weligama eine Bootstour, um Wale und Delfine zu beobachten. Dies wurde zum absoluten Horrortrip für Mensch und Tier, von dem wir euch abraten wollen.

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Morgens um 7Uhr startet die Tour im Hafen Mirissas. Die Boote werden nur so mit Touristen vollgestopft – Überfüllung pur! Wir kennen den Seegang des indischen Ozeans ganz gut und wussten, was uns erwartet. Ein Großteil der mitschippernden Touris allerdings wurde richtig seekrank!!! Volle, transparente Spucktüten überall! Von den Geräuschen ganz zu schweigen. Es war einfach nur unangenehm sooo viele, sich übergebende Menschen um sich zu haben. Der ganze Spaß dauerte dann auch noch sieben Stunden, statt der angekündigten vier. In diesen sieben Stunden konnten wir nichts trinken, da ein Toilettengang auf dem Boot nicht möglich war (ihr könnt euch denken, warum). Und der Witz an der ganzen Sache ist, dass wir über Stunden keinen Wal gesehen haben – nichts außer das Meer, kilometerweit.
Als sich das Boot dann kurz vor einer Meuterei befand (viele wollten zurück an Land, weil es den meisten so schlecht ging und einfach kein Wal des Weges kommen wollte), heizte unser Kahn dann noch ein paar Kilometer weiter raus aufs Meer. Dort gab es ein Gebiet, in dem Wale gesichtet wurden. Und dies wussten andere Touri-Boote auch, so dass wir mit etwa 10 anderen Booten in Lauerstellung lagen. Als sich dann eine Fontäne im Wasser zeigte, rasten alle Boote wie wild auf das arme Tier los, verfolgten es – ja jagten es! Ich kann nur ahnen, wie sich der Wal gefühlt haben muss, als 10 laute Motorboote wie verrückt auf ihn stürzten, damit die Touris ihr Urlaubsbild machen konnten. Es war abartig! Bucht so einen Trip bloß nicht!
Auf dem Rückweg ist uns dann noch eine Delfinschule entgegen gekommen, was sehr niedlich war. Aber all die Quälerei für Tier und Mensch ist es einfach nicht wert.

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Im nächsten Artikel rund um Sri Lanka zeige ich euch den Traum-(Surf-)Strand bei Tangalle und das Traumhotel Anantara Peace Haven Tangalle. Weiter geht es dann mit unserer Tour durchs Innenland Sri Lankas und auch über einen unglaublichen Kochkurs möchte ich euch berichten!

This post is also available in Englisch

Frollein Julia is a young lady from Hamburg, Germany. Her profession is being a teacher, but despite this she is a fashion-, beauty- and travel-LOVER!

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