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Warum Boracay ein Must-See der Philippinen ist – Reisetipps für Boracay

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Auch wenn ich den restlichen (und ziemlich großen) anderen Teil der Philippinen nicht kenne, lege ich einfach mal offiziell fest, dass die kleine Insel Boracay ein Must-See ist! Als professionelle Beach-Hunter wollten wir Boracay unbedingt kennenlernen, denn dessen Strände haben schon den einen oder anderen Award abgeräumt. So zum Beispiel vom Portal Tripadvisor, für den besten Strand Asiens 2013. Und Asien hat viele grandiose Strände! Sich da hervorzutun ist schon ein kleines Kunststück.


Wie wir nach Boracay reisten

Gereist sind wir mit einem Direktflug mit Philippine Airlines von Denpasar nach Manila, der Hauptstadt der Philippinen. Danach sollte es eigentlich mit Tiger Airways weiter gehen nach Kalibo, einer der zwei Flughäfen bei Boracay. Jedoch entschied sich Tiger dafür einfach mal alle Flüge an dem Tag zu streichen, was für uns eine deutlich spätere Weiterfahrt auf die Insel bedeutete. Zwölf Stunden Manila-Flughafen-Experience später ging es dann doch in einen Flieger, allerdings von Cebu Airlines. Im Vorhinein haben wir alle philippinischen Airlines gegoogelt, ob sie sicher sind. In der Tat sind auch die oben genannten erst seit kurzem von der schwarzen Liste genommen worden, aber wie heisst es so schön: No risk, no fun ;-)! Von Philippine Airlines waren wir echt überrascht, wie gut die Airline ist. Tiger würden wir niemals wieder buchen, weil dieses Chaos bei denen an der Tagesordnung zu sein scheint. Die Leute von Cebu waren dagegen recht bemüht und konnten uns spontan noch einen besseren Flug zuschustern, als Entschädigung für das Versagen ihrer Schwester-Airline Tiger.
Wer also gezielte Manila Flughafen Tipps braucht, immer fragen. Ich kenne mich nach dem 12-Stunden Aufenthalt dort ziemlich gut aus 😉 .

Gelandet sind wir mit Cebu Airlines in Caticlan. Einem kleinen Dorf mit Hafen direkt neben Boracay. Auf keinen Fall den Transport nach Boracay über „Reiseagenten“ zahlen (die vor der Flughafenhalle stehen), denn die sind unverschämt teuer. Geht einfach zum Tricycle-Taxi-Stand gegenüber der Flughafenhalle und lasst euch von denen für ca. 80PHP (rund 1,30EUR) zum Hafen fahren. Dort geht ihr zum Schalter und zahlt neben dem Bootsticket auch noch zweierlei Gebühren, das sind aber alles Festpreise. Auf Boracay angekommen nehmt ihr euch auch wieder ein Tricycle, welches euch zum Hotel bringt. Eigentlich alles ganz easy.
Das Tricycle (ein Fahrer mit Motorrad und Beiwagen für mehrere Personen) ist das gängige Transportmittel auf Boracay und die Fahrt mit so einem ist in meinem Video ganz gut festgehalten.

boracay-white-beach


Die besten Strände

Auf Boracay ist der beliebteste und meist besuchte Strand der White Beach. Dort gibt es viele Hotels, Restaurants und Bars. Komischerweise ist der lange Strand in drei Abschnitte unterteilt, die sich Station 1, 2 und 3 nennen (warum auch immer). Bei der Station 1 gibt es die teureren Hotels und Bars, an der Station 2 ist immer am meisten los und es ist auch etwas günstiger und bei der Station 3 wird es nochmal günstiger (geeignet für Backpacker).

Wir haben uns kein Hotel genommen, sondern diesmal ein Apartment gemietet, welches beim Bulabog Beach lag. Von dort aus war alles rund um den White Beach gut fußläufig zu erreichen. Der Strand dort ist auch sehr schön, auch wenn dort zu unserer Reisezeit sehr viele Boote lagen. Das Meer ist blau, ruhig und klar.

Es gab aber noch zwei Highlights der Reise, von denen ich euch heute schon eines verraten werde (das zweite Highlight kommt im nächsten Artikel). Am letzten Tag sind wir am Nachmittag noch zu einem anderen Strand gefahren, zum Puka Shell Beach. Am Strand dort wimmelte es nur von Locals und vor allem Kindern. Einige spielten Volleyball (und das ziemlich gut), andere plantschten im Wasser und kletterten auf Boote und wieder andere, hauptsächlich die Erwachsenen, veranstalteten ein Tanzwettbewerb. Musik lief den ganzen Nachmittag über, nur irgendwann fing ein Moderator an zu sprechen und ein großer Kreis wurde in den Sand gemalt. UND DANN GING ES LOS! Die Filipinos battleten sich im, nennen wir es einfach mal, Ausdruckstanz! Es war sowas von großartig die gutgelaunten Filipinos beim Tanzen und Feiern zu beobachten, dass ich selbst irgendwann schon die Hüfte schwang. So wie ich das mitbekommen habe, sind Singen und Tanzen ganz wichtige Bestandteile des philippinischen Lebens und es macht so viel Spaß daran teilzuhaben. Da waren Moves bei, die habe ich vorher noch nicht gesehen… so so so witzig und toll! Wir wurden von den lieben Menschen auf Drinks eingeladen und schon auf die Tanzfläche gewunken, aber wir mussten leider los zum White Beach, um den Sonnenuntergang nicht zu verpassen.
Ich kann nur jedem raten an einem philippinischen Feiertag raus (an den Strand) zu gehen und am local life teilzunehmen, denn die Fröhlichkeit und Feierlaune ist einfach überragend! Deshalb müsst ihr euch auch unbedingt mein neues Video anschauen, denn ich habe einige Tanzszenen festgehalten :-) .
Achso, der Puka Beach ist neben der tollen Leute aber auch sehr sehenswert. Schöner pudrig, weißer Sand, blaues und extrem klares Wasser – wunderschön!

boracay-puka-shell-beach


Die besten Trips

Ein weiterer Tipp ist ein Schnorchelausflug. Zusammen mit fünf anderen jungen Touris haben wir einen Schnorcheltrip an zwei Spots inklusive Mittagessen unternommen. Der erste Spot lag bei Crocodile Island und war der Wahnsinn! So viele bunte Fische und sogar Seeschlangen, auf die ich allerdings gut und gerne verzichtet hätte. Schnorcheln lohnt sich auf Boracay wirklich! Vor dem zweiten Schnorchelspot ging es wieder an Land, um Mittag zu essen. Den ganzen Trip hat eine Filipino Familie organisiert und hat auch für uns traditionell philippinisch gekocht. Es gab gegrillten Fisch, marinierte Hühnchenspieße, Reis und eine tolle Obstplatte. Es war wirklich lecker! Dazu hat die Filipino-Mama ihre Gitarre gezückt und ein Lied nach dem nächsten geträllert. Auch die zwei brasilianischen Mädels die mit dabei waren haben uns ein paar brasilianische Lieder vorgeführt – die Stimmung war toll!
Die Mischung der Ausflugstruppe war auch einfach der Knaller: wir drei Deutschen, zwei Holländerinnen, eine Chinesin, zwei Brasilianerinnen und die Filipinos die den Trip organisierten. Es hat einfach Spaß gemacht mit Menschen aus verschiedenen Ländern Zeit zu verbringen!

Das Meer beim Bulabog Beach ist sehr ruhig während der Regenzeit. Beim White Beach ist es währenddessen recht windig und das Meer dadurch leicht wellig und aufgewühlt. Perfekte Bedingungen für Kite Surfer und Segler! Auch wir haben uns an einem Vormittag ein philippinisch-traditionelles Segelboot gemietet und Markus konnte endlich mal wieder seine Skipper-Qualitäten zeigen :-) . Es war so so so schön mit diesem Boot über das blaugrüne Meer zu segeln und ich empfehle euch dringend auch so einen Trip zu unternehmen!

Dies ist schon ein sehr langer Artikel geworden und ich weiß nicht, ob sich das hier alles überhaupt jemand durchliest :). Aber es gibt tatsächlich noch mehr von Boracay und unseren tollen Erlebnissen zu berichten. Vor allem muss ich ja noch auflösen, warum dies nun der beste Trip aller Zeiten war! Also seid gespannt auf den nächsten Boracay-Bericht.

This post is also available in Englisch

Frollein Julia is a young lady from Hamburg, Germany. Her profession is being a teacher, but despite this she is a fashion-, beauty- and travel-LOVER!

7 Comments

  1. Yvonne

    2014/06/30 at 18:23

    Si claro liest sich das jemand durch: ich zum Beispiel! Das hört sich alles so fantastisch an (außer die 12h Wartezeit), aber so toll von Euren Erlebnissen zu hören und auch zu sehen! Die Moves sind ja echt der Knaller ;). Genießt die Sonne!
    xx

  2. Sabine

    2014/06/30 at 19:50

    Na klaro liest das jemand! Auch ich hab’s gerade gemacht :)Wow, das klingt so so so schön.. ich muss mir unbedingt noch in Ruhe dein Video anschauen.. und nochmal die Bilder.. wunder-wunder-wunderschön! Danke Julia :)

  3. Sabine

    2014/06/30 at 19:58

    PS: Ich habe mir gerade noch das Video angesehen (meine vorherige Mail ist iwi noch nicht gepostet).. einfach tooooll! Und die zwei Mädels (?) in der Kiste sind ja wahnsinnig süß und toll.. *__*

  4. Valerie

    2014/07/02 at 23:24

    Oh wie schön!!! Da vermiss ich Boracay direkt wieder :(

    Aber ja, Singen und Tanzen gehört für die Filipinos zum Leben wie Atmen und Schlafen. Fast jeder Haushalt hat ein Karaokegerät zu Hause stehen 😉 Und ja, Feiertage sind dort wirklich etwas besonderes. Ich war zum Beispiel letztes Jahr Oktober/November dort und an Allerheiligen versammeln sich die Familien auf den Friedhöfen und machen dort Picknick, Feiern, Schlafen. Das ist ihre Art, an die Toten zu denken. Sie möchten sie mit in das Leben einschließen und den Friedhof nicht zum Trauerplatz machen. Find ich voll schön :)

    Bin auf deinen nächsten Bericht gespannt und werd dein Video auf jeden Fall mal auf meiner FB-Seite posten 😉

  5. Planet Hibbel

    2014/07/31 at 23:22

    Wuuuuunderschön! Ich hab schon so einiges von Süd-Ostasien gesehen, aber die Philippinen fehlen mir noch zu meinem Glück. Aber mit den kiddies? Puuh. Ich glaub da brauch ich auch nochmal ne 6monatige Auszeit. GLG nach Bali, Nadine

  6. Julia

    2014/08/01 at 06:14

    Liebe Nadine,

    danke!!!
    Die Philippinen müssen unbedingt auf deine Reiseliste! Und wenn es der Grund dafür ist, sich mal eine Auszeit zu nehmen, perfekt 😀
    Soweit ich das mitbekommen habe, sollte das mit Kids auch kein Problem sein. Gerade die Filipinos sind unfassbar kinderlieb!

    Liebst,
    Julia

  7. Wolfgang

    2015/10/11 at 17:11

    Ich war vor 27 Jahren auf Boracay. Dort gab es nur eine Bungalow Anlange, nämlich Lorenzo.
    Außerdem habe Einheimische Zimmer vermietet. Es gab eine Disco unter Palmen, kein Pauschaltourismus u. nur Backpacker. Strom gab es nur aus Generatoren u. es gab auch keine Verkehrsmittel bzw. auch keine Straße. Am Inselweg hingen abends Petroleum Lampen, alles war super romantisch. Dem Fischer auch gleichzeitig mein Vermieter hat mir jeden Tag frischen Fisch am Strand gegrillt u. dazu packte er seine Gitarre aus. Einfach unvergesslich. Vom einstigen Paradies ist leider nichts übrig geblieben. Einfach traurig was aus dieser schönen Insel geworden ist. Das ist wohl der Lauf der Dinge.

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