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Kochen wie die Singhalesen: Ein Kochkurs quer durch Sri Lankas Küche

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Urlaub und Reisen bedeuten neben paradiesischen Stränden für uns vor allem auch Essen, Essen und nochmal Essen. Mein Mann und ich sind beide in kulinarischen Belangen sehr experimentierfreudig und so landeten in Thailand Hühnerfüße (allerdings eher unbeabsichtigt) und in Macau Qualle auf unseren Tellern. Dank Apps wie TripAdvisor oder Foursquare schauen wir uns in den Orten die bestbewerteten Lokale raus und futtern uns durch landestypische Gerichte – es macht einfach so viel Spaß!

Bei unserem Aufenthalt im Anantara Peace Haven Tangalle Hotel auf Sri Lanka (einen ausführlichen Hotelbericht von mir gibt es hier) haben wir zum ersten Mal auch einen lokalen Kochkurs besucht und waren total begeistert! Schon innerhalb einer Woche Sri Lanka habe ich mich schwer in die landestypische Küche verknallt. Die würzigen Curries, der crémige Curd mit Sirup oder Pancakes mit geraspelter Kokosnuss – alles oberlecker!!!

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Im Anantara gibt es das El Vino Restaurant, welches nicht nur eine gigantische Weinauswahl anbietet, sondern auch Platz und alle Geräte für einen ausgiebigen Kochkurs. So einen Kochkurs (Spice Spoons) kann man für eine Gruppe bis zu 12 Personen buchen oder, so wie wir, in trauter Zweisamkeit den Kochlöffel schwingen.
Bereits am Morgen startete das Vergnügen mit einer Tour zum lokalen Markt im Ort Tangalle. Zusammen mit einem Koch und einer lieben Dame der Guest Relation des Anantara fuhren wir mit den Hotel Tuk Tuks in den kleinen Ort, um zusammen für das Kochen einzukaufen.
Zunächst schlenderten wir über den Fischmarkt und suchten uns aus dem Catch of the Day unsere Lieblinge aus. Wir entschieden uns für Red Mullet Fisch, Tunfisch und Tintenfisch. Neben leckerem Fisch sind auch die bunten Fischerboote einen Blick wert.

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Übrigens fährt jeden Morgen ein Fischerboot an den Anantarastrand, um an die Hotelrestaurants den frischen Tagesfang zu verkaufen. Gäste und Köche suchen zusammen Fische aus, die dann am Abend lecker zubereitet in den Restaurants gereicht werden.

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Weiter ging es zum großen Markt, wo wir Obst und Gemüse einkauften. Es hat großen Spaß gemacht, denn mit einer frischen Kokosnuss bewaffnet und Bananen naschend, wurden uns alle lokalen Obst-und Gemüsesorten erklärt. Alles was für uns fremd und neu war, wurde in den Einkaufskorb gelegt.

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Auf dem Rückweg zeigten uns die beiden noch Reisfelder mit Büffelherden und wunderwunderschönen Lotusblumen, die dort überall wachsen. Der Koch war so charmant und flitzte über das Feld, um mir ein Strauß zu pflücken :-) . Dieser wurde dann am Abend für unsere Tischdekoration verwendet.

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Halb 7 am Abend ging es für uns dann ans Eingemachte. Im El Vino waren bereits alle Zutaten des gemeinsamen Einkaufs geschnibbelt und unzählige Gewürze standen bereit. Zudem war der Tisch sehr liebevoll gedeckt. Gegen die Aufregung noch ein Gläschen Prosecco und los gings!

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Als Vorspeise brutzelten wir Tintenfisch im Tempurateig und gekochten Maniok, welcher in frisch geraspelter Kokosnuss gedippt wird. Beides war sehr sehr lecker und ich wünschte, wir hätten hier in Deutschland Maniok, denn ich bin großer Fan geworden. Die Kokosnuss haben wir übrigens selbst geraspelt, was für Markus eine große Freude war ;-), wie man auf dem Foto erkennen kann.

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Der Hauptgang bestand aus gefühlten 389 verschiedenen Curries! Ein Curry setzt sich zusammen aus einer Hauptzutat (Fisch, Fleisch oder ein Gemüse, zum Beispiel Aubergine), zu dem tausend Gewürze und Kräuter hinzugefügt werden. Gekocht haben wir in traditionellen Tontöpfen, die über einer Gasflamme erhitzt wurden. Ich dachte ja, dass wir bereits mit vielfältigen Zutaten kochen, aber im Vergleich zu der singhalesischen Küche weit gefehlt. In den Topf kommen immer Knoblauch, frische Chili, getrocknete Chili, frischer Pfeffer, Kardamon, Salz, Zwiebeln, diverse Currypulver und wenn passend frischer Zimt, Kokosraspeln oder Kokosmilch. An dieser Stelle habe ich noch unzählige Gewürze vergessen, die eingesetzt wurden, aber es waren einfach sooo viele!
Erst wenn diese explosive Mischung etwas angeröstet wurde, kommen Gemüse oder/ und Fleisch dazu.

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Ein reger Meinungsaustausch fand bei jedem Curry bezüglich des Schärfegrades statt. Denn wenn bei Markus und mir schon die Kehlen brannten beim kleinen Probierschluck, kicherten die Köche (alles Locals) fröhlich vor sich her. „Spicy? Noooo!“ Wir haben gut zusammen gelacht und einigten uns zu unserem, europäischen Wohle immer auf die entspannt-scharfe Variante.
Und was soll ich sagen? Unsere Kreationen waren göttlich!

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Zum Nachtisch gab es eine Obstplatte und selbstgemachte singhalesische Pancakes (die werden mit einer Paste aus Kokosraspeln, Ingwer und Sirup gefüllt – yummy). Und nur weil ich im Laufe eines Gespräches erwähnte, wie sehr ich den lokalen Joghurt (Curd) mag, brachten sie uns auch den. Es war unglaublich, uns wurde dort wirklich JEDER Wunsch von den Augen abgelesen, selbst wenn wir eigentlich schon wunschlos glücklich waren. Der Service war einfach einmalig.

Ich empfehle so einen Kochkurs allen kulinarisch Interessierten wirklich aufs Wärmste! Es macht nicht nur unglaublich Spaß, sondern man lernt viel über das Land, die Küche und es schmeckt einfach fantastisch.

Frollein Julia is a young lady from Hamburg, Germany. Her profession is being a teacher, but despite this she is a fashion-, beauty- and travel-LOVER!

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