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Fünf Tipps, wie ihr unbeschadet einen Vulkan auf Bali besteigt

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Juhu, endlich haben wir unsere schon lang geplante Vulkanbesteigung hinter uns! Dies war unser erster Vulkan aka. Berg, den wir in Gänze bestiegen haben und wir sind nun schon etwas stolz. Der Mount Batur ist 1717 Meter hoch und der Weg hoch sowie runter ist schon recht anstrengend, aber die Mühe hat sich mehr als gelohnt!



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Um zwei Uhr nachts wurden wir von unserem Fahrer abgeholt. Dieser fuhr uns innerhalb von zwei Stunden zum Fuße des Mount Batur, wo uns ein junger Tour Guide empfing. Es ist verboten alleine den Vulkan zu besteigen, ihr müsst euch einen Führer nehmen!

Sowohl der Weg hoch zum Gipfel, als auch der Weg runter dauern jeweils zwei Stunden. Somit erreichten wir um sechs Uhr morgens schnaufend den Gipfel. Für den Hinweg braucht ihr definitiv eine Taschenlampe, denn es gibt dort keinerlei Beleuchtung und der Weg ist sehr steinig, sandig, schmal.

Als wir den Gipfel erreichten, war alles um uns herum eingehüllt in Wolken und man konnte die Hand vor Augen kaum sehen. Dann, Sekunden vor Sonnenaufgang, riss die Wolkendecke auf und der schönste Sonnenaufgang präsentierte sich uns! Gegenüber ein schwarzer Mount Agung und unter uns Wolken, ein See und ein Dorf – eine wunderschöne Szenerie.

Nach dem Abstieg holte uns unserer Fahrer um 9Uhr morgens wieder ab.

Ich habe hier für euch 5 Tipps für die Besteigung eines Vulkans festgehalten – here we go!

1. Die Wahl des richten Vulkans

Es kommt darauf an, wie erfahren ihr im Hiken oder Bergsteigen seid. Wir sind absolute Beginner und haben uns deshalb für den Mount Batur entschieden. Der höchste Vulkan ist der Mount Agung, um den zu besteigen muss man allerdings eine Übernachtung auf dem Vulkan einplanen, denn der Trip dauert um einiges länger (pro Strecke etwa 10 Stunden).


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2. Die richtige Kleidung

Wir haben uns vorher belesen und herausgefunden, dass es auf dem Vulkan sehr kalt ist. Da war es durchaus schwierig geeignete Kleidung zu finden, denn unsere Garderobe ist fast ausschließlich auf Sommerurlaub ausgerichtet. Ich trug meine Hose vom Hinflug (eine stretchige Jeggings), ein Top als Unterhemd, darüber einen Pullover, eine Collegejacke und ein Halstuch. Am Fuße des Vulkans sind es etwa 18 Grad, aber auf dem Gipfel bestimmt nur 12 Grad. Das heißt, auf den ersten Wander-Metern kommt man bei so einem dicken Outfit schon erst ins Schwitzen, aber ganz oben angekommen hätte ich mir noch zusätzlich eine Daunenjacke gewünscht.
Wir halten fest: Zwiebellook, am besten mit atmungsaktiven Stoffen. So kann man weiter unten etwas ausziehen und sich oben wieder schön einmummeln.


3. Das richtige Schuhwerk

Wir sind alle mit unseren Sneakern los gestürmt. Nike Free’s sind zwar sehr bequem, sollten aber in solchen Anwendungsfällen eine Nummer zu groß sein. Meine passen mir nämlich auf den Millimeter, aber wenn man einen Berg hinunter geht, stößt man sehr oft mit den Zehen an die Schuhspitze, was bei einem zweistündigen Marsch (nur runter) recht schmerzhaft werden kann.
Und allgemein solltet ihr nicht eure Lieblingsschuhe bei so einer Tour tragen, denn Vulkanasche und Vulkangestein machen die Schuhe ungemein dreckig.
Falls euer Reisegepäck es zulässt, ruhig Wanderschuhe einpacken, denn um die habe ich einige andere Leute auf dem Tripp wirklich beneidet.



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4. Seid fit!

Wir Mädels sind mit einer Erkältung da hoch gestiefelt und es gibt wirklich angenehmeres, als unfit so eine Tour zu unternehmen. Der Weg ist teilweise recht steil und sehr unwegsam. Bis zur ersten Station liegt alles voller Steine in verschiedenen Größen, die unbefestigt sind und somit leicht los rollen und man selbst gleich mit. Jeder von uns hat sich mindestens einmal hingelegt.
Von Station 1 bis zum Gipfel ist der Weg sehr steil und mit Vulkanasche bedeckt, was ebenso rutschig ist und wie Sand-Laufen extrem anstrengend.
Wir haben heute alle einen richtig fetten Muskelkater! Also mein Tipp: Seid gesund, fit und verfügt über eine Grundsportlichkeit, sonst wird das nix mit dem Besteigen.

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5. Packt euch ein Lunchpaket

In unserem Angebot war ein Frühstück im Preis enthalten, was wir im Nachhinein besser nicht hätten essen sollen, denn zwei von vier Leuten aus unserer Reisegruppe sind am selben Tag noch richtig krank geworden. Es ist aber auch kein Wunder, denn oben auf einem Vulkan gibt es kein fließendes Wasser und mit den hygienischen Bedingungen ist es daher mehr als schlecht bestellt. Packt euch also etwas zu Essen ein (ihr werdet es dringend brauchen bei der Anstrengung, auch wenn es so früh am Morgen ist) und nehmt euch genügend Wasser mit.
Und geht vor der Besteigung unten am Fuße des Vulkans nochmal aufs Klo, denn so etwas gibt es auf einem Vulkan natürlich auch nicht :-) . Mit dem stillen Busch ums Eck ist das auch so eine Sache, denn um die Uhrzeit ist der Berg und der schmale Pfad voll mit anderen Menschen und man hätte im Zweifel ein paar hundert Zuschauer.



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Ich hoffe, ich habe die wichtigsten Punkte festgehalten. Ansonsten: einfach Spaß haben und die Anstrengung lohnt sich, garantiert! Für uns war es zum Beispiel total spannend zu entdecken, dass der Vulkan tatsächlich noch aktiv ist. Denn hier und da steigt warmer Dampf aus Gesteinsplatten und es ist ein wenig wie in einer Dampfsauna, wenn man sich mal daneben stellt.


Die Fotos wurden teils mit der Nikon D800 und dem iphone 5S gemacht.

This post is also available in Englisch

Frollein Julia is a young lady from Hamburg, Germany. Her profession is being a teacher, but despite this she is a fashion-, beauty- and travel-LOVER!

1 Comment

  1. Carlo

    2016/11/15 at 00:28

    Hye, so jetzt kläre ich euch mal auf: es ist nicht verboten den batur alleine zu besteigen. Weiss nicht wie ihr darauf kommt? Oder ob ihr das nur so sagt wie all die Guids hier um Geld zu machen….! Trotzdem danke für die Infos sieht super aus LG

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