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City Trippin‘ in Istanbul

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Von unserem kleinen Urlaub im Mai habt ihr hier ja schon Bilder und Eindrücke des Entspannungsparts in Bodrum gesehen. Nun folgt endlich der Bericht zu unserem Städtetrip nach Istanbul.
Wir hatten nur zwei Tage und drei Übernachtungen, um diese riesige Metropole (vermutlich um die 17 Mio. Einwohner) zu erkunden, was natürlich viel zu kurz war. Aber wir haben die wenige Zeit gut genutzt, um ein wenig Orient und Okzident-Feeling dieser Stadt aufzuschnappen. Istanbul ist ein absolutes Must-See Reiseziel in Europa und hat unfassbar viel zu bieten. Im Folgenden zeige ich euch ein paar Impressionen und Tipps rund um Istanbul, sowie auch einen heißen Hotel Tipp, denn wir waren im Swissôtel The Bosphorus untergebracht und absolut begeistert:

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1. Das Touri-Programm

Hach, die Sache mit den Touristen-Hotspots ist für uns immer schwierig… . Zum einen will man natürlich die historischen und kulturellen Stätten gesehen haben, aber zum anderen sind wir vom Touristenauflauf immer so schnell genervt, dass wir schon nach kürzester Zeit die Flucht ergreifen. Schade für die Attraktionen, aber die überlangen Schlangen, überteuerten Touri-Restaurants, Schulklassen und nervigen Souvenirhändler sind einfach nix für uns auf Dauer.
Daher haben wir uns die Hagia Sophia, die Blaue Moschee und den Topkapi Palast angeschaut und uns dann aber wieder in charmante, abgelegene Stadtteile und Seitenstraßen verzogen. Die drei eben genannten Attraktionen liegen alle auf einer Ecke und sind nacheinander entspannt zu Fuß abzulaufen.

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Am schönsten und eindrucksvollsten fanden wir die Blaue Moschee mit ihren sechs Minaretten. Der Eintritt für Touristen ist ab ca. 14.30Uhr nachmittags kostenlos, was dazu führt, dass die Schlange sehr lang ist. Von einer Freundin habe ich gehört, dass der Käsefußgeruch innen drin schon ziemlich heftig sein soll 😉 . Man zieht ja vor betreten einer Moschee immer die Schuhe aus. Moslems waschen vor dem Betreten auch noch ihre Füße, woran sich Touris allerdings nicht halten, wodurch dieser interessante Geruch in die Moschee gelangt.

In der Nähe der Galata Brücke steht die Süleyman Moschee, die wir ausführlicher besucht haben, da dort nur wenig Touristen unterwegs waren. Auch die ist sehr hübsch anzusehen und ein türkischer Freund sagte sogar zu mir, dass diese Moschee noch schöner sei als die Blaue Moschee.

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Wie in tausend und eine Nacht: Der große Basar

Den Gewürzbasar/ Ägyptischen Basar würde ich euch nicht zwingend empfehlen. Dieser Markt hatte leider wenig orientalischen Charme, denn dort gab es Unmengen an kitschigen Krims Krams zu kaufen und außerdem war es einfach zu voll! Wir als alte Asienexperten sind ja Menschenmassen gewohnt, aber das hat echt keinen Spaß gemacht.
Richtig toll dagegen fand ich den Großen Basar. Dieser besteht aus einem konfusen Konstrukt aus Gängen in einem ziemlich großen Gebäude. Dort gibt es wunderschöne Deko-Artikel fürs Zuhause, Teppiche, Gewürze, türkische Süßigkeiten, Taschen, Schuhe und und und.

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Großartig ist, dass alle bisher genannten Hotspots in einem „Stadtteil“ Sultanahmed liegen und super zu Fuß an einem Tag (sofern man nicht irgendwo reingehen will) besuchen kann.

Wenn ihr Sultanahmed mit all seinen Highlights abgeklappert habt, passiert ihr das goldene Horn über die Galata Brücke und landet im gleichnamigen Stadtteil Galata. Flaniert bergauf durch die charmanten Seitenstraßen Richtung Galata Turm und „besteigt“ diesen kurz vor Sonnenuntergang. Wir haben dort etwa 35 Minuten angestanden, aber es hat sich gelohnt. Der Blick über das orange-schimmernde Istanbul war wirklich schön.

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Vom Galata Turm aus gelangt man leicht zu Fuß zur großen Shoppingstraße Istiklal, die beim Taksim Platz endet. Es gibt in dieser Straße diverse westliche Modeshops, aber auch ganz fiese türkische Konditoreien. Und mit fies meine ich eine unfassbar appetitliche Auslage mit gefühlten 6 Mio. Kalorien – yummy!

Kulinarisches

An dieser Stelle wären wir dann auch bei meiner Königsdisziplin angelangt, dem Essen. Die türkische Küche steht neben Sushi bei uns an erster Stelle, wenn man uns nach unserem Lieblingsessen fragt. Daher waren wir dort natürlich im Paradies und ich habe, ungelogen, jeden Tag Iskender gegessen! Eigentlich esse ich im Alltag nicht viel Fleisch, aber dort konnte ich nicht anders. Dieses Gericht ist einfach zu göttlich und ich verpflichte euch dazu dieses bei eurem Türkeiurlaub zu probieren 😉 . Es besteht aus Kebabfleisch auf Joghurt, Tomatensauce und in Butter gebratenem Brot. Markus hat dafür jeden Tag Adana Kebab gegessen, was auch absolut zu empfehlen ist.

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In Istanbul haben wir am besten in einem kleinen Restaurant namens Billice Kebab gegessen (Asmali Mescit Cad. No. 8, Tünel – Taksim). Es liegt in einer Seitenstraße von der Istiklal und macht nicht gerade mit der Inneneinrichtung Punkte (sprich: es sieht gruselig aus). Aber das Essen dort war soooo großartig und authentisch türkisch, dass ich es als großen Geheimtipp auslobe! Wir haben eine Adana Platte für zwei Personen bestellt, auf der natürlich zwei Spieße feinstes Adanakebab und diverse Beilagen, wie Antipasti, Joghurt und Salate. Dazu haben wir noch leckeren aufgeschäumten Ayran in einer Kupfertasse geordert – alles zusammen einfach ein Traum!

Ihr solltet euch auch unbedingt durch das reichhaltige Baklava Sortiment probieren. Die Sorten mit Pistazien sind meine liebsten. Ein weiterer Getränketipp wäre noch frisch gepresster Granatapfelsaft, großartig!

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Unser Hotel in Istanbul: Das Swissôtel The Bosphorus

Das Traditionshotel Swissôtel The Bosphorus befindet sich im Stadtteil Besiktas auf der europäischen Seite Istanbuls. Es liegt auf einer Anhöhe und bietet dadurch einen fantastischen Blick auf den Bosporus und über die Stadt.
Zur nächsten Metrostation geht man etwa 10 Minuten, aber wir haben auch gerne mal das Taxi Richtung Sightseeing genommen, denn das ist in Istanbul wirklich nicht teuer.

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Besiktas als Stadtteil hat uns auch sehr gut gefallen, denn rund um den Platz Mumcu Bakkal haben wir das pure Istanbulleben entdeckt. Ein bisschen wie in der Hamburger Schanze tummelt sich dort die junge Istanbulszene, spielt in kleinen Cafés Backgammon und isst in den unzähligen Restaurants. Das Leben findet dort Draußen statt! Wir waren fast die einzigen Touristen und haben uns sofort in dieses Viertel verliebt.
Auf dem Weg dahin (in der Nähe des W Hotels) findet ihr schniekere Straßen, die uns mit den Restaurants ein wenig an Paris erinnert haben. Besiktas ist also definitiv ein erlebenswertes Viertel!

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Die Anlage

Das Hotel wird gerade komplett renoviert und modernisiert. Aktuell wartet bereits der ganze Westflügel mit neuen und sehr schnieken Zimmern auf. Noch bis zum Frühjahr 2016 werden auch die Poolanlage, neue Loft-Suites, die Lobby und das Rooftop Restaurant modernisiert.
Ein bisschen New Yorker Loft Feeling überkam mich spontan, als wir unsere Suite betraten, denn wir hatten das Glück im Swissôtel Living zu nächtigen. Auf dem Hotelgelände liegt neben dem Hotelhauptgebäude nämlich noch das Swissôtel Living – ein luxuriöses Serviced Residence Konzept von Swissôtel – mit 63 eleganten Suiten.

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Unser Zimmer

Unsere One-Bedroom Suite im Swissôtel Living war einfach toll! Diese Suiten sind zum einen natürlich für den Touristen (der nur ein paar Tage in der Stadt weilt) ausgelegt, aber auch perfekt ausgestattet für längerfristige Aufenthalte. In unserem Zimmer zum Beispiel hat sich ein erfolgreicher Geschäftsmann für ganze drei Jahre eingemietet. Es ist ein spannender Mix aus eigenen vier Wänden mit Möglichkeit zur Selbstversorgung sowie auch allem Komfort und Service eines 5 Sterne Hotels.
Das Wohnzimmer verfügte über bodentiefe Fenster, was für den Loft Charme sorgte und den großartigen Blick auf den Bosporus bot. Das Badezimmer liegt direkt am Schlafzimmer und ist unglaublich stylish. Insgesamt finde ich die Gestaltung der Suite sehr sehr schön, denn es ist ein gelungener Mix aus modernen Elementen und Gemütlichkeit.

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Mein persönliches Highlight

Und nun kommt der Teil des Hotels, der mich völlig in seinen Bann gezogen hat: die Dachterrasse des Swissôtel Living! Diese Dachterrasse ist so schön designt, dass wir uns am liebsten nur dort aufgehalten hätten. Neben einem Lounge Bereich mit vielen Sitzgelegenheiten gibt es eine Treppe höher auch einen Infinity Pool mit Liegen. Wir konnten uns ein Bad mit dieser Aussicht natürlich nicht nehmen lassen.
Ein besonderer Aspekt dieser Terrasse: Der Gast kann sich sogar seine eigenen Getränke mit hinauf nehmen. Und so saßen wir mit einer leckeren Flasche Rotwein am Freitagabend zum Sonnenuntergang auf der stylishen Dachterrasse und haben uns des Lebens gefreut.

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Hach ja, das war unser letzter kleiner Urlaub und ich muss sagen, dass mir die Türkei dieses Mal ausnehmend gut gefallen hat! Wir sind früher als Pauschaltouristen ab und zu an die türkische Riviera gereist und haben 10 Tage lang ausschließlich Matten-Urlaub betrieben. Das können wir uns heute überhaupt nicht mehr vorstellen, denn bereits nach zwei Tagen auf der Liege werden wir hibbelig und haben den Drang auf Entdeckungstour zu gehen. Daher war der Mix aus Städtetrip und Entspannung genau richtig. Und ich kann euch nur ans Herz legen bei eurem Türkeiurlaub eher zur Ägäis oder in die Gegend rund um Fethiye zu reisen, als an die Riviera. Dort sind die Strände/ Buchten viel viel schöner und die Landschaft atemberaubender.

So und nun geht es los mit der Urlaubsplanung für die laaangen Sommerferien 😀 . Eine Woche Ibiza steht bereits fest, aber wir suchen noch nach einer Destination für drei weitere Wochen. Tanzania und Sansibar finden wir sehr interessant, aber auch Bali ist ein für uns so emotionaler Ort, dass ich dort gerne wieder hin möchte.
Habt ihr sonst einen heißen Reisetipp für die Sommerferien für uns? Gern eine Fernreise.

Vielen Dank an das Swissôtel The Bosphorus für diese tolle Zeit!

Frollein Julia is a young lady from Hamburg, Germany. Her profession is being a teacher, but despite this she is a fashion-, beauty- and travel-LOVER!

1 Comment

  1. Hannes

    2015/06/19 at 20:36

    Wow, wirklich toller und sehr ausführlicher Bericht. Macht wirklich Spaß zu lesen und man bekommt direkt Fernweh!

    Viele Grüße
    Hannes von http://www.laberblog.de

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