Travel

Eine Bootstour durch den Dschungel Borneos

By  | 

Schon einen Monat ist es her, dass wir einen Kurztrip nach Borneo unternommen haben und ich bin euch immernoch einige Bilder und Videos schuldig. Diese Schuld begleiche ich direkt mal heute und starte mit dem zweiten Teil der Borneo-Serie.

Neben Trauminselfeeling auf Lankayan haben wir auch etwas vom Borneo-Dschungel erkundet. Ich weiss nicht wie es euch geht, aber ich dachte ja vor unserer Reise, dass Borneo fast nur aus Dschungel besteht, denn es sieht ja immer so schön grün aus, sei es beim Blick aus dem Flugzeug oder beim Schnökern auf google maps. Borneo ist auch grün, nur besteht es leider nicht nur, wie eigentlich ursprünglich, aus Regenwald. Als wir nämlich auf dem Weg zum Kinabatangan River bei der zweistündigen Autofahrt so richtig die Möglichkeit hatten uns die Umgebung anzuschauen, fiel eines sofort auf: Palmenplantagen wohin das Auge reicht! Aberhundertausende Palmen, es war kaum zu fassen! Dort, wo eigentlich Regenwald sein sollte, wurde fleißig gerodet, um diese Monokultur zu bewirtschaften. Palmöl ist der Exportschlager Malaysias und maßgeblich für den wachsenden Wohlstand des Landes verantwortlich. Und so ist es um den Dschungel geschehen, denn der Profit aus der Ölpalmenwirtschaft lockte… Traurig vor allem für die Tiere und Waldbewohner.

Je näher wir aber dem Kinabatangan River kamen, umso mehr verdichtete sich der Regenwald um uns und die Vorfreude auf den Trip stieg. Wir hielten an einer Lodge direkt am Fluss im Örtchen Sukau. Mit etwa acht anderen Touristen aus aller Welt stiegen wir in das Motorboot, welches uns durch den Dschungel führen sollte. Vorab hörten wir, dass man bei solchen Touren mit etwas Glück Nasenaffen, Orang Utans, Krokodile und sogar die kleinen asiatischen Elefanten sehen kann. Die Erwartungen waren also hoch!

Insgesamt war die 1,5-stündige Bootstour entlang eines Ausläufers des Flusses auch interessant und schön, aber wahrscheinlich lange nicht so spannend wie eine Trekkingtour durch den Dschungel. Wir haben Nasenaffen gesehen (die wirklich sehr lustige Kollegen sind), einem Krokodil in die Augen geschaut, viele Makakenaffen beobachtet und bunte Vögel bestaunt. Sogar ein Hornbrill war dabei. Es waren also leider keine freilebenden Orang Utans oder Elefanten dabei, Mist.

Daher möchte ich den Borneo-Reisewütigen unter euch an dieser Stelle zwei Tipps auf den Weg geben:
1. Wenn ihr so eine Bootstour machen und auch Orang Utans oder Elefanten sehen wollt, dann bucht euch ein Zimmer in einer der Lodges am Fluss. Dann könnt ihr nämlich mehrere Touren mitmachen und das auch zum Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Zu diesen Zeiten soll man dort nämlich die meisten, spannenden Tiere beobachten können. Die Unterkünfte sind zwar sehr sehr sehr einfach, aber für eine Nacht wird das schon gehen (wenn man Insekten-Repellent mitnimmt ;)).

2. Zusätzlich werden dort auch geführte Wandertouren durch den Dschungel angeboten, was ich beim nächsten Mal wahrscheinlich eher buchen würde. Der Guide kann einem die geheimen Spots der Tiere zeigen und man erlebt eine authentischere Dschungel-Erfahrung, als in der sicheren Komfortzone auf dem Fluss zu schippern. Es kann auch sein, dass ich den Mund gerade viel zu voll nehme und mir bei unserer ersten richtigen Dschungel-Wandertour mächtig in die Buxe mache, aber die Enttäuschung meine geliebten Orang Utans nicht in freier Wildbahn erlebt zu haben, motiviert mich zu mehr :D.

Aber nun genug vom Gerede, schaut euch doch einfach unser kleines Video der Bootstour an und erfreut euch an den Dschungelklängen, denn ich habe in diesem Video mal keine Musik hintergelegt.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: In der Lodge, in der wir waren, gab es Trinkwasser nur in wenig vertrauenserweckenden Spendern. Zwei von drei Personen aus unserer Minireisegruppe ging es kurz nach dem Tripp nämlich gesundheitlich gar nicht gut und ich persönlich habe das Trinkwasser dort im Verdacht. Nehmt euch also reichlich Wasser in versiegelten Flaschen mit!

Die Fotos der Tiere sind leider nicht in gewohnter Qualität. Wir haben zwar eine super Kamera und auch tolle Objektive, aber darunter ist noch kein Zoomobjektiv, weshalb ich den Bildausschnitt mächtig ranzoomen musste. Aber die Nasenaffen sehen so auch sehr lustig aus :).

This post is also available in Englisch

Frollein Julia is a young lady from Hamburg, Germany. Her profession is being a teacher, but despite this she is a travel-addict.

3 Comments

  1. Sabine

    2014/06/01 at 20:16

    Super schöne Bilder und ein tolles Video! :-) Danke fürs „Mitnehmen“ :-)

  2. Julia

    2014/06/02 at 09:55

    Danke, Sabine für die lieben Worte :)
    Es freut mich riesig, wenn ihr euch „mitgenommen“ fühlt 😀

  3. Manuela

    2014/06/04 at 07:52

    Ich hatte schon auf Instagram gesehen, dass wir auf Borneo einige ‚gemeinsame‘ Erlebnisse haben. Mit den Elefanten hatte es bei uns leider auch nicht geklappt, aber wir haben tatsächlich einen Orang Utan zu Gesicht bekommen. Schon klasse.

    LG
    Manuela

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>